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Die Elfe Sumsinella und der kleine Ärger (1)

Den ganzen Tag hatte Sumsinella fleißig gearbeitet.
„Ach du liebes Gänseblümchen, schau dir nur dein Röckchen an, es ist ganz unordentlich“, sagte sie und zupfte die weißen Blütenblätter in Form. „So ist es schön!“
Die großen Blätter der Seerosen waren so blank poliert, dass Vater Quak beinahe ausgerutscht wäre.
„Also das ist zu viel des Guten, Sumsinella. Muss das denn sein?“ schimpfte er, meinte es aber nicht so böse, wie es klang.
„Ach Vater Quak, einer muss doch hier für Ordnung sorgen, stimmt’s?“ Sumsinella stemmte die zierlichen Hände in die Hüften und ihre zarten Flügel bebten ärgerlich während sie weiter sprach:
„Ich finde, dass alle ein wenig mehr mit helfen könnten!“
„Ich habe den ganzen Tag Fliegen gefangen“, verteidigte sich der Frosch und strich zufrieden über seinen dicken Bauch.
„Du denkst doch nur ans Essen.“ Sumsinella kicherte.
„Du lügst, manchmal denke ich auch ans Schlafen!“ Der dicke Frosch lachte albern und seine ganze Familie stimmte mit ein.
„Ich lüge niemals, damit du es weißt!“ Sumsinella hob sich in die Luft und flog verärgert davon. Auf der alten Kastanie, ließ sie sich nieder und summte ein trauriges Lied.
„Was ist denn los, Kleines?“ fragte der dicke Hirschkäfer. „Kann ich dir helfen?“
„Ach nein, du Lieber. Manchmal fühle ich mich nur so allein und dann ärgere ich mich über Kleinigkeiten“, erklärte die Elfe.
„Schade, dass ich schon verheiratet bin“, scherzte Hirschi, der nicht im Traum daran gedacht hätte, eine Elfe zu heiraten. Sumsinella war bildhübsch und konnte wunderbar singen, aber diese kleinen Flügelchen, die ständig in Bewegung waren und das emsige Treiben den ganzen Tag machte ihn ganz nervös.
„Dann schlaf schön, kleine Elfe und sing noch ein bisschen, das klingt so herrlich“, sagte Hirschi und das machte Sumsinella dann auch. Als sie zu ihrer Schlafblume flog, kam sie gerade noch rechtzeitig, bevor diese ihren Blütenkelch schließen wollte.
„Da bist du ja endlich, jetzt aber husch, husch ins Blütchen!“

© Regina Meier zu Verl


Vater Quak hat sich in den lila Blütensternchen versteckt © Regina Meier zu Verl

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