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Sonntagsausflug oder Fußballspiel?

„Das entscheidende Spiel ist am Sonntag“, sagte Papa. „Das würde ich mir zu gerne anschauen.“
„Ich auch“, rief Mara, die Fußball über alles liebte. “
„Oh ja! Gehen wir ins Stadion?“ Ihr Bruder Max sah Papa mit Bettelaugen an. „Sag ja, Papa! Bitte!“
Irgendwie hatte auch Papa Bettelaugen. „Hm. Nichts lieber als das“, meinte er. „Aber ihr wisst, dass es Sonntag ist und dass Mama sich einen Ausflug gewünscht hat. Ich glaube nicht, dass ihr ein Ausflug ins Fußballstadion gefallen würde.“
„Bestimmt. Mama mag Fußball schrecklich gerne“, sagte Mara schnell.
„Und gerade gestern hat sie gesagt, dass ihr die Zeit, in der wir alle etwas gemeinsam unternehmen und Spaß haben, die liebste ist“, erinnerte sich Max. „Wenn wir alle zum Fußballspiel gehen und viel Spaß dabei haben, dann tun wir doch etwas Gemeinsames, oder? Bestimmt wird ihr das riesig gut gefallen.“
„Hm.“ Papa überlegte. So recht glauben konnte er das nicht. Mit Fußball nämlich hatte Mama nicht viel am Hut. Eigentlich gar nichts. „Meint ihr? Also, ich weiß nicht, ob eure Mutter sich …“
„Ganz bestimmt“, versicherte Max.
„Wetten, dass sie sich riesig freut, wenn du Stadionkarten für uns alle kaufst?“, fragte Mara. „Und ich freue mich auch riesig. Fußball ist toll.“
„Hm. Also gut.“ Papa nickte. „Aber nichts Mama verraten. Unser Ausflug ins Stadion soll eine Überraschung sein. Und vorher machen wir ein Picknick. Am Parksee.“
„Toll!“, freute sich Mara, die ein Picknick fast genau so sehr liebte wie ein Besuch im Fußballstadion. „Gleich zwei Riesenfreuden auf einmal. Wenn das mal kein Supersonntag ist!“
„Au ja!“ Auch Max war begeistert. „Ein voll cooles Vor-Fußballpicknick mit Hamburgern, Currywürsten, Pommes und Käsekuchen für jeden machen wir. Das wird vielleicht eine Überraschung für Mama sein.“
„Eine Superpower-Überraschung. Wenn doch nur bald Sonntag wäre!“
„Psst! Nichts verraten.“
Wenn es auch schwer fiel, hielten die Geschwister doch durch und verrieten nichts, aber wirklich auch kein kleines Bisschen, von ihren Plänen für den Sonntag.
Und ehrlich: Mama war schwer überrascht über diesen Superüberraschungssonntag. Sie schien sich wirklich über den gemeinsamen Ausflug und das Picknick mit dem Überraschungsspeisen, die es sonst eigentlich nie zu essen gab, zu freuen. Auch beim Fußballspiel hatte sie rote Backen vor Aufregung und beim entscheidenden Tor schrie sie lauter „Tor! Tor! Tor“ als Mara, Max und Papa zusammen.
Röter als Mamas Backen wurden erst später die von Mara, Max und Papa, als sich Mama später für diesen wunderschönen Überraschungsgeburtstag bedankte. Sie grinste dabei, und Mara hatte sich noch lange danach gefragt, ob Mama wirklich gewusst hatte, dass sie wegen des spannenden Fußballspiels doch tatsächlich alle vergessen hatten, dass heute Mamas Geburtstag war. Egal. Es war ein schöner Tag gewesen, den sie alle nicht so schnell vergessen würden.

© Elke Bräunling

* Geburtstag beliebig ersetzen durch Muttertag, Namenstag, Hochzeitstag
** Fußballstadion ersetzbar durch Public Viewing

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